Vita

Der Bariton Ansgar Theis (*1995) wuchs in einer Musikerfamilie auf. Nach langjährigem Instrumentalunterricht in den Fächern Klavier und Viola (diverse Erste Preise bei Wettbewerben wie „Jugend Musiziert“) wandte er sich ab dem 15. Lebensjahr verstärkt dem Singen zu.
2013 nahm er ein Doppelstudium in Chorleitung (Prof. Anne Kohler) und Gesang (Prof. Gerhild Romberger) an der Hochschule für Musik Detmold auf. In Hochschulproduktionen war er dort u. a. 2016 als Der Förster in Janáčeks „Das schlaue Füchslein“ zu sehen (Musik. Leitung: Ivan Törzs, Inszenierung: Thomas Mittmann). Neben den Gesangstudien dirigierte er innerhalb von Chorkonzerten der Musikhochschule Werke wie Mendelssohns „Lobgesang“ oder Faurés Requiem.
2016 wechselte der junge Sänger an die Hochschule für Musik und Theater München und hat dort 2018 seinen Bachelor of Music in Gesang in der Klasse von Prof. Lars Woldt mit Bestnote abgeschlossen (Lied bei Prof. Donald Sulzen). 2017 sang er im Rahmen einer Hochschulproduktion die Rolle des Belcore in Donizettis „L’elisir d’Amore“ (Regie Doris Heinrichsen), 2018 bei der Münchner Biennale im Musiktheaterprojekt „liminal space“ mehrere Rollen in Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten (Musik. Leitung: Jan Müller-Wieland, Inszenierung: Waltraud Lehner). Außerdem debütierte er 2017 als Gabriel von Eisenstein in Strauss’ „Die Fledermaus“ in der Kleinen Oper am Bodensee in Überlingen und 2018 beim Freien Landestheater Bayern als Ottokar in Webers „Der Freischütz“.
Seit September 2018 absolviert Ansgar Theis den Masterstudiengang Musiktheater/Operngesang (Prof. Lars Woldt/ KS Prof. Andreas Schmidt) an der Theaterakademie August Everding in München.
In der vergangenen Spielzeit war der junge Sänger in einer Produktion der Theaterakademie in der Rolle des Gatten in Poulencs „Les Mamelles de Tirésias“ in der Reaktorhalle in München zu sehen (Musik. Leitung: Eva Pons, Inszenierung: Balázs Kovalik).

In der aktuellen Spielzeit war der Sänger im Januar in Detmold in einer konzertanten Aufführung als Kaiser Overall in Ullmanns „Der Kaiser von Atlantis“ mit dem Detmolder Kammerorchester und im März im Prinzregententheater in München als Demetrius in Brittens „A Midsummer Night’s Dream“ mit dem Münchner Rundfunkorchester (Musik. Leitung: Nicholas Cleobury, Inszenierung: Olivier Tambosi) zu erleben. Weitere wichtige künstlerische Impulse erhielt der Sänger bei Künstlern wie Gerd Uecker, Nadine Secunde, Aribert Reimann und Christiane Iven.
Neben dem Opernfach ist der Bariton als Konzert- und Liedsänger deutschlandweit gefragt. So war er in der vergangenen Spielzeit z. B. mit der Bariton-Solo-Partie in Orffs „Carmina Burana“ im Münchner Gasteig zu hören. In der aktuellen Spielzeit war Ansgar Theis im November mit der Solo-Partie im Requiem von Johannes Brahms und im Dezember 2019 beim Forum Lied zwischen den Jahren im Theater Gütersloh mit dem Pianisten Peter Kreutz zu hören. Im Konzertfach musizierte er dabei bereits mit Orchestern wie dem Münchner Rundfunkorchester, dem Philharmonischen Orchester Plauen-Zwickau oder dem Demolder Kammerorchester unter Dirigenten wie Ivan Repušić, Nicholas Cleobury oder Benedikt Haag. Mit dem ihm eng verbundenen Pianisten Amadeus Wiesensee gestaltet der vielversprechende Sänger regelmäßig verschiedene Liederabend-Formate in München und Umgebung.
Auch in professionellen Vokalensembles ist der junge Bariton regelmäßig zu hören. So ist er festes Mitglied in der Vokalkapelle der Theatinerkirche München, wo er auch regelmäßig solistische Aufgaben übernimmt – zuletzt beispielsweise im Dezember 2019 in J. S. Bachs Weihnachtsoratorium.
Ansgar Theis ist Stipendiat des Deutschen Bühnenvereins (seit 2019), der Stiftung Yehudi Menuhin – Live Music Now München (seit 2018) und der Bischöflichen Studienförderung Cusanuswerk e.V. (seit 2017).